Wednesday, November 3, 2010

18. Mai 2010

Ein drei Monate altes Baby - zu jung zum Überleben

In der Nähe der Provinz Bandundu kaufte ein Mann namens Jean Efoko zwei Bonobos von einem Jäger. Jean hoffte, er könnte die Bonobos auf den Märkten von Kinshasa verkaufen, und behielt die Bonobos einen Monat lang bei sich, bevor er sich auf den Weg in die Hauptstadt machte.



Als er Kinshasa erreicht hatte, fragte er einen Kraftfahrer nach Ärzte ohne Grenzen. Der Mann sagte ihm, er solle den Bonobo zu Lola bringen. Sobald er in Lola ankam, erklärte ihm Blaise, unser Pädagoge, dass Bonobos eine gefährdete Tierart sind es illegal ist, sie zu verkaufen. Dank Lolas Bildungsprogrammen und der Unterstützung des Umweltministeriums sind die hiesigen Tierhändler alle untergetaucht. Nachdem Jean die Dokumentation über Kanzi gesehen und das Reservat besichtigt hatte, beschloss er, auf die Bonobos zu verzichten.


Die beiden Babies waren in schlechter Verfassung. Sie sind die wohl kleinsten Bonobos, die wir in Lola je gesehen haben. Eines ist zwölf Monate, das andere erst drei Monate alt. Sie waren stark unterernährt und traumatisiert, nachdem sie gerade erst gesehen hatten, wie ihre Mütter getötet wurden.

Gerade erreichte mich die Nachricht, dass das drei Monate alte Baby gestorben ist. Er war zu jung, das Trauma der Verwaisung zu überstehen, dazu die Strapazen der Reise und die Unterernährung.



17. Mai 2010

Helfen Sie James, die Gorillas zu retten

Als James elf Jahr, schrieb er zum ersten Mal an mich, um herauszufinden, wie er den Bonobos helfen könnte. Inzwischen ist er schon 13, hat Jean Goodall und Kanzi getroffen und ist überhaupt ein Superstar.

Er ist einer von dreien in seiner Kategorie im Finale für den nationalen ICH FÜR UNS-Preis. Wenn er gewinnt, werden 5000 Dollar für sein Anliegen gespendet, den Gorillas zu helfen und den Menschen, die in ihrer Umgebung wohnen.

Der Kongo litt im ganzen letzten Jahrzehnt unter einer Welle der Gewalt, und die Wildhüter sind das Einzige, was zwischen den Gorillas und dem sicheren Tod steht. Lesen Sie hier über ihre Notlage, und stimmen Sie für James!

„Hallo, mein Name ist James. Ich bin 13 Jahre alt und ich hoffe sehr, dass Sie für mich stimmen können beim ‚2010 - Jugend in Aktion Ich für uns-Preis‘. Ich bin einer von dreien im Finale meiner Kategorie und der Gewinner wird durch eine Online-Abstimmung vom 13. Bis zum 27. Mai 2010 bestimmt.

Ich tue alles, was ich kann, um Menschenaffen und den Leuten, die in ihrer Nähe wohnen, zu helfen. Mein 1000-Klassenzimmer-Projekt hat es geschafft, ein Einkommen für die Witwen der Wildhüter, die beim Schutz der Gorillas der Demokratischen Republik Kongo ermordet wurden, zu sichern, es ernährt hungrige Kinder, schützt gefährdete Gorillas und rettet ihren Lebensraum im Regenwald. Außerdem berichtet es 1000 kanadische Kinder von den Bedrohungen, denen Menschen, Tiere und Umwelt in Afrika ausgesetzt sind. Lesen Sie mehr auf www.1000classrooms.org.

Ich möchte diesen Preis gewinnen, weil dann eine Spende in Höhe von 5000 Dollar an eine Wohltätigkeitsorganisation meiner Wahl gehen wird und die Witwen, Kinder und Gorillas unsere Hilfe wirklich brauchen. Zusätzlich werden die Schrecken des Kongo mehr Aufmerksamkeit erhalten und so können noch mehr Spenden zusammenkommen. Ihre Stimme kann Leben retten! Und ICH FÜR UNS ist wirklich eine großartige Sache.

Bitte stimmen Sie hier ab: http://www.metowe.com/awards/en/vote/

17. Mai 2010

Etumbes kleine Familie

Das neuste Familienbild – Etumbes Sohn Mbano und Nkumu

Eine wunderschöne Geschichte – nachdem Etumbe so viel durchgemacht hat. Am Anfang wurde sie in der Wildnis gefangen und landete schließlich in einem biomedizinischen Labor in Kinshasa. Das Labor machte unter anderem Studien zur HIV-Forschung und niemand weiß genau, was sie alles durchgemacht hat. Sie lebte in einem winzigen Käfig. Während des Krieges stahlen die Labormitarbeiter alles Geld, das zum Ankauf von Futter für die Bonobos bestimmt war, und sie wäre beinahe verhungert.

Als sie es nach Lola geschafft hatte, war sie eine der ersten Bonobos, die ein Baby bekam, den kleinen Mbano. Und wenige Jahre später nun sehen wir sie zurück in Freiheit mit ihrem Sohn und ihrer neugeborenen Tochter.

Es gibt so viele traurige Geschichten voller Leid. Es tut gut, zur Abwechslung ein Happy End zu haben.

14. Mai 2010

Übersetzer aus dem Französischen gesucht!

Wir brauchen einige Helfer, die französische Newsletter aus dem Reservat ins Englische übersetzen können ... wer interessiert ist, nimmt bitte Kontakt mit mir auf unter bonobohandshake@gmail.com – danke!

14. Mai 2010

Auf Abstand zu den Wildhütern gehen ...

Eine Zeitlang war es problematisch, dass die Bonobos allzu interessiert an Menschen waren. Sie wollten immer dort bleiben, wo Menschen waren, und sich nicht auf den Weg machen um etwas zu essen. Manchmal zeigten sich die größeren Männchen und rangelten mit den Wildhütern. Das war eine Weile wirklich komisch – bei Auswilderungen von Schimpansen schien es solche Probleme nie gegeben zu haben.

Mein Eindruck war, dass Bonobos an Menschen immer mehr interessiert sind als Schimpansen. Wann immer wir im Reservat waren, liefen uns die Bonobos hinterher. Schimpansen hingegen würden nur kurz aufschauen, so etwa ‚hey, was soll’s‘ und sich wieder ihrer vorherigen Beschäftigung zuwenden.

Also waren wir eine Weile besorgt, ob es wirklich möglich sein würde, einfach nur die Spur der Bonobos aufzunehmen.

Doch jetzt, neun Monate nach der Auswilderung, können die Wildhüter den Spuren der Bonobos problemlos folgen. Die Bonobos sind an den Wildhütern überhaupt nicht mehr interessiert, und diese bleiben auf Distanz.

Nur wenn Claudine in die Gegend kommt, pfeifen sie auf die Distanz, alle wollen nichts als nur den ganzen Tag mit ihr zusammensein! Und, ja: das ist die kleine Lomela!

12. Mai 2010

Das neue Baby entwickelt sich gut

Das zweite Baby, das in Ekolo geboren wurde, Motema, ist bei bester Gesundheit. Sie ist ein neugieriges kleines Ding, will sich immer auf Entdeckungsreise begeben, doch ihre Mutter, Lukuru, behält sie immer ganz nahe bei sich.

Ich liebe Bonobobabys... Ich liebe ihre leicht hervortretenden Augen, mit denen sie ein bißchen wie ein schwarzer Goldfisch aussehen, und diese kleinen Ohren! Am liebsten möchte ich sie küssen und ganz zart dran ziehen ...

10. Mai 2010

Auf Futtersuche

Mahlzeit! Kubulu macht Futter wie ein echter Champion, wie er diesen Baumstumpf gründlich durchsucht ....

Es tut mir Leid, wenn dieser Blog ein wenig klingt wie ‚Toll, der Bonobo hat Bäuerchen gemacht‘, oder ‚wie schön, die Bonobos laufen‘, aber bei so vielen Auswilderungprojekten sterben einfach bis zur Hälfte der Individuen. Und ich kannte schließlich etliche dieser Bonobos, seit sie Babies waren (so wie viele von Ihnen Lomela lieben!), darum bin ich einfach glücklich, wenn es allen gut geht und sie gut mit dem Leben in der Wildnis klar zu kommen scheinen!